Nicht, dass ein Big Mac an sich Wohlstand wäre…

04/01/2012 Leave a comment

Die Schweizer Bank UBS erstellt alle drei Jahre eine Studie über die Kaufkraft der Löhne in großen Städten der Welt. Im Durchschnitt muss ein Arbeitnehmer 37 Minuten für einen Big Mac arbeiten. Zugrunde gelegt wird der Nettolohn. Die Idee dabei ist, dass man ein Produkt nimmt, dass überall in derselben Qualität verfügbar ist. Es gibt auch den Reis-Index und den IPod-Index. Das Bild unten zeigt die Arbeitszeit für den Kauf eines Big Mac für ausgewählte Städte.

In westeuropäischen Städten muss man zwischen 12 und 20 Minuten für einen Big Mac arbeiten. In z.B. Nairobi sind es 158 Minuten. Die Studie findet man hier. Der Big Mac-Index ist ein recht gutes Maß für den “Wohlstand”.

Categories: Empirie, Löhne

“A Graduate Student Union?”

16/12/2011 Leave a comment

“A Graduate Student Union?
Michigan’s employment commission is exploring whether graduate students at state schools have the right to unionize.”

Indeed, many administrators and faculty have pushed back against the possibility of a graduate researcher union, worrying that the change could harm research at the university and invite mediocrity. “The vast majority of peer schools that we compare ourselves with at Michigan don’t [unionize]—MIT doesn’t, Stanford doesn’t, neither does Berkeley,” said Thomas Zurbuchen, an aerospace engineering professor at the University. “Today’s university is a battle for quality talent,” and a unionized Michigan may struggle to stay competitive with these top-flight schools, he said.

(Source and more)

Categories: Arbeit

New Publication – Empirical Research on Human Resource Management as a Production of Ideology

09/12/2011 Leave a comment

Werner Nienhueser: Empirical Research on Human Resource Management as a Production of Ideology

The article is published in the Special Issue of Management Revue on “Progress of Knowledge in Human Resources Management” (edited by Albert Martin, see also his introduction: “Mixed Impressions: Respectable Work and Slow Progress in the Science of Personnel Management within German Speaking Countries” ).

“The article argues that empirical research on Human Resource Management creates a one-sided, distorted image of the reality of work and thus generates ideology. Such an ideology legitimises HR practices and favours the interests of entrepreneurs and managers. This assertion is illustrated and discussed using the case of  empirical research in HRM in German-speaking countries, although the ideology assertion should also be valid for Anglo-Saxon countries. It is shown that HRM  research mainly follows employer objectives; it primarily analyses performance-related variables. The surveyed HR practices focus on “High Performance Works  Systems”, while other HR practices are largely ignored. Mainly organisational elites (managers, experts and other highly qualified employees) are surveyed as  personnel and provide information about the situation in companies. Empirical research paints a unitaristic picture; depicting the employer and the role of HR  management positively. Deviations  from an employee-friendly HR strategy are overlooked or seen as relatively rare anomalies.”

(Source: Abstract in: Nienhueser, W. (2011): Empirical Research on Human Resource Management as a Production of Ideology. In: Management Revue, 22: 367–393  (download). Thanks to  Rainer Hampp Verlag.

“Mindestlöhne schaden nicht”

07/12/2011 Leave a comment

Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen: “Mindestlöhne schaden nicht[07.12.2011] Immer wieder wird eindringlich gewarnt: Mindestlöhne gefährden Arbeitsplätze. Ein Irrtum, belegen die kürzlich vom Bundesarbeitsministerium veröffentlichten Gutachten zu den Auswirkungen von Mindestlöhnen in acht Branchen. Zehn sind es derzeit, für die in Deutschland nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz Lohnuntergrenzen gelten. Die Analysen, an denen das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni mitgewirkt hat, zeigen: Es wurden keine Stellen durch steigende Personalkosten abgebaut. Vielmehr stehen die meisten Unternehmen Mindestlöhnen positiv gegenüber, weil sie für einen fairen Wettbewerb sorgen.

Als eines von sechs beauftragten Instituten hatte das IAQ zwei Branchen genauer unter die Lupe genommen: die Gebäudereinigung, in der seit langem ein Mindestlohn gezahlt wird. Seit dem 1. Juli 2007 gilt er auch nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz und beträgt zurzeit 7 Euro (Ost) bzw. 8,55 Euro (West); und die Wäschereien, für die seit Oktober 2009 entsprechende Regelungen greifen. Hier gibt es aktuell mindestens 6,75 Euro (Ost) und 7,80 Euro (West) pro Stunde.

Haben nun Umsätze, Beschäftigtenzahlen und Arbeitsumfang unter den Mindestlöhnen gelitten?, wollten die Wissenschaftler wissen. Keinesfalls, so ihr Fazit. Vor allem für die Gebäudereiniger haben sich die letzten Jahre fast durchgängig positiv entwickelt. Wie Berechnungen des IAQ beim Vergleich mit Reinigungskräften etwa in Kommunen oder Krankenhäusern ergaben, hat sich die Beschäftigungsentwicklung in der Branche durch die höheren Löhne nicht verschlechtert. Auch der Abgleich mit Beschäftigtengruppen ohne Mindestlohn, wie (bis zum 1. Juni 2011) im Wach- und Sicherheitsgewerbe sowie in der getränkegeprägten Gastronomie, dazu zählen Discos, Kneipen oder Bars, ergab keine nennenswerten Unterschiede.

Die IAQ-Forscher stellten bei den Gebäudereinigern allerdings Verschiebungen von Minijobs hin zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen fest. „Dies liegt vermutlich an den effektiveren Kontrollen und Sanktionen, die die Zollämter im Kampf gegen Schwarzarbeit vornehmen. Denn in der Vergangenheit wurden geringfügig Beschäftigte nicht immer nach den Tarifverträgen entlohnt, obwohl diese bereits seit langem allgemeinverbindlich sind“, erklärt IAQ-Direktor Prof. Dr. Gerhard Bosch. Weite Teile der Branche zahlen den Servicekräften in der Unterhaltsreinigung nur die Mindestlöhne. Ohne gesetzliche Untergrenze wäre der Stundenlohn etwa 1 Euro niedriger, schätzen die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter.

Etwas anders verhält es sich bei den Wäschereien. Hier gelten Mindestlöhne ausschließlich für Betriebe, die mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes im Objektkundengeschäft erzielen, sprich: die für Hotels, Krankenhäuser oder die Industrie waschen. Eine repräsentative Befragung ergab, dass etwa 40 Prozent der Wäschereien mit zirka 85 Prozent der Beschäftigten unter die Mindestlohnregelungen fallen. Jede Dritte dieser Firmen musste wegen der Regelungen Löhne erhöhen, in Ostdeutschland waren es sogar zwei Drittel der Unternehmen. Doch zu Stellenstreichungen scheint das nicht geführt zu haben, fanden die Wissenschaftler heraus. „Die Betriebe berichteten überwiegend von positiven oder neutralen Wettbewerbswirkungen. Auch hat sich wohl das Image der Branche verbessert, was ihnen die Personalrekrutierung erleichtert“, sagt Dr. Claudia Weinkopf, die stellvertretende IAQ-Leiterin.

Bosch und Weinkopf warnen allerdings davor, allein auf branchenbezogene Untergrenzen zu setzen. Das reiche nicht aus. Um Dumpinglöhne in Deutschland zu verhindern, sei – wie in vielen anderen Ländern üblich – auch eine gesetzliche Mindestbezahlung für alle Beschäftigten notwendig, so das IAQ. Diese dürfte in keiner Branche unterschritten werden. Den Vertragsparteien stünde es jedoch weiterhin frei, höhere Tariflöhne zu vereinbaren. Diese können über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz dann auch als branchenbezogene Mindestlöhne für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Gerhard Bosch, IAQ, Tel. 0203/379-1827, gerhard.bosch@uni-due.de, Dr. Claudia Weinkopf, Tel. 0203/379-1353, claudia.weinkopf@uni-due.de

Veröffentlichungen:
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Meldungen/evaluation-mindestlohn-waeschereidienstleistungen.pdf?__blob=publicationFile
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Meldungen/evaluation-mindestlohn-gebaedereinigung.pdf?__blob=publicationFile

Redaktion:
Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429
Claudia Braczko, Tel. 0170/876 1608

Alle Pressemitteilungen der UDE finden Sie unter:
http://www.uni-duisburg-essen.de/de/presse/pm.php

Quelle: Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Categories: Arbeit

“Ausweichmanöver: Die neuen Tricks der Zeitarbeitsbranche” – Beitrag von MONITOR v. 24.11.2011

25/11/2011 Leave a comment

Das Fernsehmagazin MONITOR berichtete am 24.11.2011 über “die neuen Tricks der Zeitarbeitsbranche”. Nach den Recherchen von MONITOR verrechnet das Leiharbeitsunternehmen Randstad einsatzfreie Zeiten mit dem Zeitkonto der Leiharbeiter. Dies ist gesetzeswidrig.  In dem Beitrag von MONITOR kommt Prof. Peter Schüren, Arbeitsrechtler an der Universität Münster zu Wort: “Randstad muss die Zeiten zwischen einzelnen Arbeitseinsätzen ebenfalls bezahlen. Und mit diesem Konto wird genau das vermieden. Man gibt den Leuten das, was sie bereits vorher verdient haben und deklariert das als Arbeitseinkommen der Zwischenzeit. Das ist nicht in Ordnung, das ist mit dem Gesetz so nicht vereinbar und steht auch im Tarifvertrag nicht drin. Das hat Randstad sich in einer Betriebsvereinbarung und im Arbeitsvertrag selbst gebastelt.”

Randstad bestreitet diese Vorwürfe. MONITOR verweist auf Arbeitsverträge von Randstad, in denen es heißt:  “Der Ausgleich von Zeitkonto-Plusstunden erfolgt in einsatzfreien Zeiten durch Freizeit;
sofern keine Plusstunden vorliegen, bauen sich Minusstunden auf.” (Quelle: MONITOR)

Den MONITOR-Beitrag kann man hier ansehen.

 

Categories: Arbeit, Leiharbeit, Video

Berufung in das Fortschrittsforum

25/11/2011 Leave a comment

Werner Nienhüser wurde in das Fortschrittsforum der Friedrich-Ebert-Stiftung berufen. Das Forum dient der Beratung der neu eingerichteten Enquete-Kommission “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft” des Deutschen Bundestages.

Categories: Selbstreferenzielles

Interesting article about “changing career expectations In Germany?”

21/11/2011 Leave a comment

2109587595 7232ccb04d“Contemporary career research assumes more flexible career patterns implying increased job mobility. However, there is growing doubt that the proclaimed change is as drastic as has been suggested. We provide empirical evidence on career expectations in Germany between 1999 and 2009, arguing that objective career mobility is both a) mirrored by and b) a consequence of such expectations. Using data from the German socio-economic panel, we test for a general shift in subjective career expectations, job insecurity, and turnover intention among male and female white collar employees and managers. The major finding is that career expectations remain quite stable over time. Managers and professionals have more positive career expectations than other white collar employees but there is not a growing gap. Regarding the impact of explaining factors on job expectations, there is again no detectable trend. With this in mind, changes in workforce composition and characteristics of specific occupational groups prove to be more relevant for career expectations than a shift towards boundaryless aspirations.”

Ralph Kattenbach, Janine Lücke, Michael Schlese, Florian Schramm 2011: Same Same but Different – Changing Career Expectations in Germany? In: Zeitschrift fuer Personalforschung – German Journal of Research in Human Resource Management, Vol. 25, No. 4, p. 292-312

The article can be downloaded for free, thanks to Rainer Hampp Verlag. (Photo: www.flickr.com/photos/angermann. Thanks.)

Categories: Empirie

“APEC World Leaders Dinner Gets Occupied”

14/11/2011 Leave a comment

“Honolulu – A change in the programmed entertainment at last night’s Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) gala left a few world leaders slack-jawed, though most seemed not to notice that anything was amiss.

During the gala dinner, renowned Hawaiian guitarist Makana, who performed at the White House in 2009, opened his suit jacket to reveal a home-made “Occupy with Aloha” T-shirt. Then, instead of playing the expected instrumental background music, he spent almost 45 minutes repeatedly singing his protest ballad released earlier that day. The ballad, called “We Are the Many,” includes lines such as “The lobbyists at Washington do gnaw…. And until they are purged, we won’t withdraw,” and ends with the refrain: “We’ll occupy the streets, we’ll occupy the courts, we’ll occupy the offices of you, till you do the bidding of the many, not the few.””

Quelle: http://www.yeslab.org/APEC

Categories: Video
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