New paper: Empirical study on „the voluntary precariat in the value chain“ – home-based garment production in Turkey

„This article explores the organizational characteristics and distinctive settings of the labour process of home-based garment work in the context of embedded control and consent relations in local garment productions in Turkey. Using Turkey as the case example of a garment export country in the global economy, the article explores the nature and organization of home-based piecework at the micro level within a broader global garment production chains perspective. Conducted in two Turkish cities, the study analyses the different cultural backgrounds of female workers and two distinct types of work, namely hand stitching and machine sewing of garments. The findings highlight the relationship between the cultural backgrounds of workers and the different types of work they undertake with control and consent practices as well as the patriarchal societal structure and relations in the context of local labour control regimes.“

Source: Tartanoğlu, Şafak (2017): The voluntary precariat in the value chain. The hidden patterns of home-based garment production in Turkey. In: Competition & Change. DOI: 10.1177/1024529417745475.

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New paper: Empirical study on rhetoric and institutionalization of managerial practices in two German banks

„This paper analyzes how rhetoric is associated with the legitimation and institutionalization of managerial practices. Since rhetoric both shapes and reflects an actor’s legitimacy assumptions, rhetoric can be used as an indicator of the institutionalization or cognitive legitimacy of managerial practices. Drawing on and expanding previous research on rhetorical theory and verbal accounts, this paper links argumentation structure and form with processes of institutionalization. The empirical analysis draws on a large text corpus of data from two German banks, both of which implemented drastic downsizing measures. The results show that the process of institutionalization is related to both a decline in argument diversity and a shift from defensive to acclaiming arguments.“

Source: Hossfeld, H. (2018). Legitimation and institutionalization of managerial practices. The role of organizational rhetoric. Scandinavian Journal of Management, 34(1), 9-21. You may find the articel here: https://t.co/mIUCy2oaXR

Source of the picture: https://free-images.com/display/hatter_engaging_in_rhetoric.html (the picture is an illustration in the book: „Alice’s Adventures in Wonderland“ by Lewis Carrol, you may find it here: https://www.cs.cmu.edu/~rgs/alice-VII.html, and at several other websites).

New book for free: „Rough waters. European trade unions in a time of crises“

This interesting book on „European trade unions in a time of crises“ can be downloaded as a PDF for free:

Rough waters. European trade unions in a time of crises,
edited by Steffen Lehndorff, Heiner Dribbusch and Thorsten Schulten

Vortrag „Darf die Kirche als Arbeitgeberin diskriminieren?“ von Corinna Gekeler

An der Universität Duisburg-Essen – Capus Essen – findet eine interessante Veranstaltung zu arbeitsrechtlichen Fragen der Kirche als Arbeitgeberin statt. Corinna Gekeler wird einen Vortrag halten zum Thema „Darf die Kirche als Arbeitgeberin diskriminieren?“, anschließend findet eine Diskussion statt.

  • Wann: Montag, den 11.12.2017, 19 Uhr
  • Wo: Campus Essen der Universität Duisburg-Essen, Raum S06 S00 B29

Weitere Informationen hier: http://www.rlc-essen.de/2017/11/vortrag-und-diskussion-darf-die-kirche-diskriminieren/

 

CfP der WSI-Mitteilungen zum Thema „Unsichere Zeiten“

Die Zeitschrift „WSI-Mitteilungen“ will die Publikationschancen für  jüngere WissenschaftlerInnen in der Qualifikationsphase (abgeschlossenes Masterstudium, PromovendInnen und PostdoktorandInnen) fördern und hat zu diesem Zweck einen AutorInnenwettbewerb ausgeschrieben.

Die Ausschreibung unter dem Arbeitstitel „Unsichere Zeiten? – Rückgewinnung sozialer Sicherheit und politischer Handlungsfähigkeit“  ist thematisch breit gefasst, um jüngere WissenschaftlerInnen aus verschiedenen sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen anzusprechen (Einreichungsfrist 30.04.2018).

Den Call findet man hier: https://www.boeckler.de/pdf/wsi_mitteilungen_call_for_papers_foerderung_junger_autoren_2018.pdf

 

Mehr Mitbestimmung in Frankreich: Aufruf „für eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer an der Unternehmensführung“

91 Akademiker, Unternehmenschefs, Gewerkschafter und Persönlichkeiten der internationalen Politik sprechen sich in einem offenen Brief in „Le Monde“ für eine stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer an der Unternehmensführung aus.

Die Mitbestimmung ist Thema einer breiten Bewegung. Seit einigen Jahren sprechen sich zahlreiche Unternehmenschefs, Gewerkschaftsführer, politische Persönlichkeiten, Wirtschaftswissenschaftler, Juristen und soziale Akteure in Frankreich dafür aus. Sie fordern die stärkere Beteiligung der Arbeitnehmer in den Verwaltungsräten oder Aufsichtsräten der Unternehmen, sei es nach deutschem Modell (paritätische Beteiligung der Arbeitnehmervertreter in großen Unternehmen), nach skandinavischem Modell (ein Drittel Arbeitnehmervertreter in kleineren Unternehmen) oder Zwischenformen.

Die Idee ist nicht neu, denn ihre Umsetzung im Privatsektor reicht in die 1950er Jahre zurück. In Deutschland, Österreich, Skandinavien, Finnland und den Niederlanden stützt sie sich auf ein Modell, das die Arbeitnehmer schützen soll und gleichzeitig nach wirtschaftlicher Effizienz strebt. In Frankreich findet sie in allen politischen Lagern Unterstützung.

Im Allgemeinen werden ihr die vier folgenden Vorzüge zugesprochen: Erstens gibt sie den Arbeitnehmern die Möglichkeit, an strategischen Entscheidungen des Unternehmens teilzuhaben. So haben sie ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, von denen ihre Zukunft abhängt – was gerecht ist. Dann bietet sie dem Verwaltungsrat zusätzliche, für ihn wertvolle Informationsquellen – was effizient ist. Außerdem dient sie den Unternehmen als Anreiz, nichtfinanzielle Faktoren und ihre soziale und umweltpolitische Verantwortung stärker zu beachten – was verantwortungsbewusst ist. Und schließlich hat sie einen Mobilisierungseffekt, der die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken kann, ohne dabei die menschliche Dimension aus dem Blick zu verlieren – was Grundlage einer förderlichen Dynamik („virtuous circle“) von Vertrauen und Innovation sein kann.“ (Quelle: https://www.mitbestimmung.de/html/die-mitbestimmung-muss-gesetzlich-6192.html, abgerufen am 25.10.2017)

Informationen über die derzeitigen Regelungen zur Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Frankreich finden Sie hier: http://de.worker-participation.eu/Nationale-Arbeitsbeziehungen/Laender/Frankreich/Unternehmensmitbestimmung

Neues Buch: Ulrich Brinkmann / Oliver Nachtwey: „Postdemokratie und Industrial Citizenship“

Die betriebliche Mitbestimmung ist ein zentrales Merkmal des deutschen Modells industrieller Beziehungen. In dem Buch wird die Mitbestimmung demokratie-theoretisch analysiert und mit der Frage der sozialen Ungleichheit verbunden. Systematisch wird rekonstruiert, wie industrielle Staatsbürgerrechte die demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Betriebsverfassung konstituieren. Anhand von empirischen Fallstudien wird schließlich nachgezeichnet, wie betriebliche Teilhabe und ihr demokratischer Gehalt in den letzten Jahren erodiert sind.“

Ulrich Brinkmann / Oliver Nachtwey: Postdemokratie und Industrial Citizenship. Erosionsprozesse von Demokratie und Mitbestimmung 2017 (mehr Informationen hier)