Karl-Rudolf Korte sagt: „Die Verteidiger der Mitbestimmung müssten mehr den Mut haben, zu polarisieren und Debatten darüber anzufangen“

Frage im Interview mit dem Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte (Universität Duisburg-Essen):

„Sie sprechen in Ihren Analysen davon, dass es die größte Gefahr für den Mitbestimmungsdiskurs ist, dass niemand mehr die Mitbestimmung thematisiert. Woran machen Sie das fest?“

Antwort Karl-Rudolf Korte:

„Es ist immer verdächtig, wenn alle für etwas sind. Seitdem die FDP nicht mehr dezidiert gegen die Mitbestimmung ist, sind alle Parteien dafür. Das ist schwierig, weil Mitbestimmung für die Medien dann keinen echten Nachrichtenwert hat. Das ist gefährlich, denn sie steht ja durch das EU-Recht und die Mitbestimmungsflucht im eigenen Land unter Druck. Die Verteidiger der Mitbestimmung müssten mehr den Mut haben, zu polarisieren und Debatten darüber anzufangen.“

(Quelle: 100 Tage GROKO: „Entscheidend ist, wer den Diskurs dominiert“. Magazin Mitbestimmung, abgerufen am 21.6.2018)

 

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Neues Buch: „Gewerkschaft – ja bitte! – Ein Handbuch für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive“

Im VSA-Verlag ist ein interessantes Buch von Hartmut Meine erschienen, das sich vor allem an gewerkschaftlich aktive PraktikerInnen wendet. Das Buch hat den Titel:

„Gewerkschaft – ja bitte! – Ein Handbuch für Betriebsräte, Vertrauensleute und Aktive.“

Das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe (Kapitel1) finden sich hier.

Preisträgerinnen am Lehrstuhl für Arbeit, Personal und Organisation an der Universität Duisburg-Essen 2018: Kerstin Averbeck und Dr. Martin Köckeritz

Kerstin Averbeck und Dr. Martin Köckeritz haben auf dem Dies Academicus der UDE jeweils einen Preis für ihre Arbeiten erhalten (https://www.uni-due.de/de/absolventenehrung/fak2018.php).

Frau Kerstin Averbeck bekommt den Preis für ihre Masterarbeit zum Thema „Unternehmensbilder vor und während einer Legitimitätskrise – Eine Metaphernanalyse am Beispiel der Volkswagen AG“. Frau Averbeck analysiert mithilfe der Methode der Metaphernanalyse, ob der Versuch des Wiederaufbaus von Unternehmenslegitimität nach einem Skandal sich in einer veränderten sprachlichen Selbstdarstellung von Unternehmen äußert. Als Beispiel dient die Reaktion der Volkswagen AG auf den sogenannten Diesel- oder auch Abgasskandal im Jahre 2015.

Dr. Martin Köckeritz wird für seine Dissertation mit dem Thema „Resource Interdependence and Organizational Integration. Material Manifestations of Mergers and Incorporations in Higher Education“ ausgezeichnet. Er hat zwei Fälle von Universitätsfusionen untersucht. Bei den Fusionen handelt es sich erstens um den Fall der Universitäten Duisburg und Essen (2003). Dies ist die größte Zusammenlegung im Hochschulbereich in Deutschland in der jüngsten Zeit. Die zweite Fusions-Fallstudie untersucht die Inkorporierung der früheren Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) in die Universität Hamburg. Die HWP wurde 2005 mit den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Teilen der Universität Hamburg verschmolzen. Die Analysen zeigen u.a., dass der Erfolg einer Fusion bzw. der erreichte Integrationsgrad und das Integrationsmuster sich durch Unterschiede in der Macht der Fakultäten bzw. den Lehr- und Forschungseinheiten erklären lassen.

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns sehr mit den beiden Preisträgerinnen.

Tagung des Arbeitskreises für Empirische Personal- und Organisationsforschung (AKempor) 22. -23.11.18 an der Universität Salzburg

 

Heft 1/ 2018 der Zeitschrift „Industrielle Beziehungen“ ist „Online First“ erschienen

Das Heft 1/ 2018 der Zeitschrift „Industrielle Beziehungen“ ist „Online First“ erschienen.

Folgende Aufsätze finden sich in dem Heft: 

  • Patrick Ziltener, Heinz Gabathuler: Betriebliche Mitwirkung in der Schweiz –  eine Untersuchung der Bestimmungen in Gesamtarbeitsverträgen
  • Reinhard Bahnmüller, Rainer Salm: Beteiligung und Tarifpolitik: Debatten, Ansätze und Grenzen am Beispiel der IG Metall
  • Ines Zapf: Verbreitung und betriebliche Bestimmungsfaktoren von Arbeitszeitkonten
  • Felix Syrovatka: Arbeitsmarktregulierung unter Beschuss. Die neue europäische Arbeitsmarktpolitik am Beispiel der Reformpolitik Frankreichs unter François Hollande
  • Renate Liebold: Autobiografieanalyse und dokumentarische Methode am Beispiel der Wirtschaftselite
  • Heiner Heiland: Review-Artikel: Zum aktuellen Stand des Plattformkapitalismus

Interesting article and video on BlackRock: „BlackRock – The company that owns the world?“

Investigate Europe shows an informative video on „BlackRock – The company that owns the world?“

Read more here: http://www.investigate-europe.eu/publications/blackrock-the-company-that-owns-the-world/ Besides the video you will find links to a lot of newspaper articles on BlackRock and a map of the stock ownership of BlackRock in European countries.

The Wallstreet Journal (March 27, 2018) writes: „Just what the world needs: another European antitrust investigation. Competition Commissioner Margrethe Vestager says the European Union’s office that never sleeps is researching stock ownership, and the effort could eventually ensnare U.S. investment firms like Blackrock and Vanguard.
Ms. Vestager is worried that large asset managers that own shares in multiple companies within the same industry blunt competition. “For those investors, fierce competition [within the industry] might not seem so appealing,” she said last month. Given her wide powers and history of overreach, don’t be surprised if Europe’s antitrust Javerts find something they dislike no matter what economic common sense or broader European interests dictate.“ (https://www.wsj.com/articles/europe-targets-u-s-asset-managers-1522192751)

 

Amitai Etzioni about „The Making of a Peacenik“

Amitai Etzioni (89 years young) speaks about his life and how he became a „peacenik“ and an activist professor. A very interesting and impressive story.