Arbeit 4.0 – Arbeit transformieren

Arbeit 4.0: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales weist darauf hin, dass das wissenschaftliche Symposium zur Arbeitsweltberichterstattung am 4. Juli 2017 jetzt auf der Internetseite Arbeiten-4.0 des BMAS dokumentiert ist. Die wissenschaftlichen Präsentationen sind dort zum Download verfügbar. Eine ausführlichere Dokumentation des Symposiums soll später veröffentlicht werden. – Es lohnt sich auf jedenFall, die Präsentationen anzusehen. Weitere Hinweise: Staatssekretär Thorben Albrecht hat dem Thema einen Blog gewidmet.

Arbeit transformieren: Das Buch „Arbeit transformieren“ (Jürgens, Kerstin; Hoffmann, Reiner; Schildmann, Christina 2017: Arbeit transformieren! Denkanstöße der Kommission „Arbeit der Zukunft“. Bielefeld: transcript-Verlag) ist als PDF verfügbar. Zur Kommission „Arbeit der Zukunft“ gibt es hier weitere Informationen: https://www.boeckler.de/61420.htm.

 

Bildquelle: Wikimedia Commons / http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Seiwert_-_Welt_der_Arbeit.jpg, gefunden hier: http://tibs.at/book/export/html/870.

 

„“The research counts, not the journal!“ Nobel Laureates speak out against impact factors“

 

New book about the European trade union movement

New book about the European trade union movement.

Lehndorff, Steffen, Dribbusch, Heiner, Schulten, Thorsten (Hrsg.). (2017). Rough waters: European trade unions in a time of crises. Brüssel: European Trade Union Institute.

„This book analyses the development of trade unions in eleven countries (Austria, France, Germany, Greece, Hungary, Italy, the Netherlands, Poland, Spain, Sweden and the UK) since the early 2000s. The individual chapters focus on unions‘ structural, organisational, institutional and discursive power resources.

One feature in particular emerges from the turbulent European trade union landscape, namely the challenge of becoming politically more autonomous while long-standing institutional power resources are at increasing risk of being dismanteled or of losing their effectiveness. The book also includes a chapter on the changes and challenges of European trade union federations in times of crisis.“ (Source: https://www.etui.org/Publications2/Books/Rough-waters-European-trade-unions-in-a-time-of-crises)

Kein Methodenzwang!

Paul Feyerabend über Regeln in der Forschung. Auch der Feyerabend ist aber für Ordnung in der Küche. Oder: Manchmal kann man auch mit dem, was gerade in der Küche ist, ein leckeres, ganz neuartiges Gericht kochen. Kochbücher sind gut, aber auch einengend.

„… one can show the following: given any rule, however ‚fundamental‘ or ‚rational‘, there are always circumstances when it is advisable not only to ignore the rule, but to adopt its opposite. For example, there are circumstances when it is advisable to introduce, elaborate, and defend ad hoc hypotheses, or hypotheses which contradict well-established and generally accepted experimental results, or hypotheses whose content is smaller than the content of the existing and empirically adequate alternative, or self-inconsistent hypotheses, and so on. There are even circumstances – and they occur rather frequently – when argument loses its forward-looking aspect and becomes a hindrance to progress.“ (Feyerabend, P. (1993). Against Method (3. Aufl.). London: Verso: 14f.).

Die dritte, englischsprachige Auflage des Buches „Against Method“ findet man  hier.

Danke an Albert Martin für die Bildmontage.

Von anderen Blogs: „Filme und TV-Serien über Arbeit (aus einem Beitrag von Rolf Parr)“

Filme und TV-Serien über Arbeit (aus einem Beitrag von Rolf Parr) | Kritische Organisationsforschung

Filme und TV-Serien über Arbeit (aus einem Beitrag von Rolf Parr)

In seinem instruktiven Beitrag „>Arbeit< diskursanalytisch in den Blick nehmen. Das Promotionskolleg ‚Die Arbeit und ihre Subjekte – Mediale Diskursivierungen von Arbeit seit 1960′“ in der Zeitschrift für Diskursforschung verweist Rolf Parr (Universität Duisburg-Essen) auf eine Reihe von Filmen und Serien seit den 1970er Jahren, welche Arbeit in unterschiedlicher Weise ‚in den Blick nehmen‘. Hier die genannten Titel in alphabetischer Reihenfolge (danke an Rolf Parr für die Erlaubnis, diese Liste hier wiederzugeben):

  • „Acht Stunden sind kein Tag“ (R.W. Fassbinder, BRD 1972-1973)
  • „Arbeiter verlassen die Fabrik“ (H. Farocki, BRD 1995)
  • „Brassed off“ (M. Herman, GB/USA 1996)
  • „Freigestellt. Die Zukunft der Arbeit in Zeiten des Überflusses.“ (C. Stigel, BRD 2012)
  • „Frohes Schaffen. Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“ (K. Faigle, BRD 2012)
  • „Hände weg vom Interessenausgleich“ (Arbeit und Film (AUF), BRD 1978)
  • „Hat er Arbeit?“ (K. Wessels, BRD 2001)
  • „Jede Menge Kohle“ (A. Winckelmann, BRD 1981)
  • „Lichter“ (H.C. Schmid, BRD 2003)
  • „Mit Schlips und Kragen“ (Arbeit und Film (AUF), BRD 1981)
  • „Out of Darkness: The Mine Worker’s Story“ (B. Kopple/B. Davies, USA 1990)
  • „Prinzessinnenbad“ (B. Blümner, BRD 2007)
  • „Riff-Raff“ (K. Loach, GB 1991)
  • „Roger & Me“ (M. Moore, USA 1989)
  • „Rosetta“ (J.-P. und L Dardenne, BE/F 1998)
  • „The Wire“ (USA 2002-2008)
  • „Union Maids“ (J. Klein/J. Reichert/M. Mogulescu, USA 1976)
  • „Wohin? Angestellte und Arbeiter im Kampf um die Sicherung ihrer Arbeitsplätze“ (Arbeit und Film (AUF), BRD 1979)
  • „Work hard, Play hard“ (C. Losmann, BRD 2012)
  • „Yella“ (C. Petzold, BRD 2007)
  • „Working Stiffs“ (Fernsehserie, USA 1979)

Quelle: Dieser Beitrag ist ursprünglich auf den Blog „Forum Kritische Organisationsforschung“ von Ronald Hartz gepostet worden: http://www.kritische-organisationsforschung.de/?p=1935. Danke für die Weiterverwendung.

„Schicht im Schacht“ – Blog über die Demontage des Opelwerkes

Dieter Link-Stern, ein ehemaliger Opel-Beschäftigter im Werk Bochum, dokumentiert auf seinem Blog „Schicht im Schacht“ fotografisch die Demontage des Werkes in Bochum. Ein wunderbarer Blog, wenn nicht das Thema so traurig wäre. Auch wer dem Produktivismus kritisch gegenüber steht und den immer noch vorherrschenden Auto-Fetischmus ablehnt: Die Arbeitnehmer waren stolz, für das Unternehmen zu arbeiten, sie haben ihre Zukunft damit geplant, hier ein sicheres, wenngleich hart erarbeitetes Einkommen zu haben. Die Werksschließung schlägt bei den Menschen Wunden und hinterläßt Narben, die lange schmerzen werden. Dieter Link-Stern vergleicht die Werksschließung und Demontage mit dem Tierreich:  „Die Demontage einer alten Produktionsstätte kommt einer „Tötung“ im Tierreich gleich, erst kommen die Löwen und holen sich das Beste, danach kommen die Hyänen für die nicht mehr ganz so schönen Brocken, zum Schluss die Geier, hier werden die Reste verwertet. Am Ende bleibt nichts übrig“ (http://schichtimschacht.eu).

Dem WDR zufolge berichtet die Arbeitsagentur, dass die „Bilanz“ der Bemühungen, für die arbeitslosen Opel-Beschäftigten Arbeit zu finden, „ernüchternd“ ausfalle:

„52 Prozent der Ex-Opelaner, die in die Transfergesellschaft wechselten, sind aktuell arbeitslos“ (http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/ende-opel-transfergesellschaft-100.html);  weniger als 30 Prozent fanden einen neuen Job.

(Bild: „Abriss der Lackiererei des Opel Werks 1 in Bochum, Ende März 2015 von der Wittener Strasse aus gesehen“. Urheber: Cschirp)

British Equality Trust says: „Richest 1,000 People Have More Wealth Than Poorest 40%“

„The Equality Trust has today published its annual Wealth Tracker, analysing the extreme wealth of Britain’s richest people.

This year it finds that the richest 1,000 people have more wealth than the poorest 40% of households [1]. The 1,000 richest saw their wealth increase by a staggering £82.5 billion last year, the equivalent of £226 million a day, or £2,615 a second.

The Equality Trust has found that this increase in wealth of £82.5 billion could:

  •  Pay the energy bills [2] of all 25.6 million UK households for two and a half years. Cost = £79.15 billion OR
  • Provide 5,143,819 million Living Wage jobs [3], or 2,923,333 million jobs paid at an average salary [4] for a year. Cost = £82.476 billion OR
  • Pay the grocery bill for all of the UK’s users of food banks for 56 years [5]. Cost = £81.5 billion OR
  • Pay two years‘ rent for 4.5 million households (4,528,000 households) [6].  Cost = £72.1 billion OR
  • Pay for 68% of the budget for the NHS in England [7] Cost = £81.6 billion
  • Pay for 4 years of adult social care in England [8]. Cost = £78.8 billion

The Wealth Tracker can be found here.“ (Source, also for the footnotes: https://www.equalitytrust.org.uk/richest-1000-people-have-more-wealth-poorest-40)