Wem gehört die Welt? Vortrag von Prof. Werner Nienhüser am 4.10.2018 in Haltern am See

Vortrag von Prof. Dr. Werner Nienhüser am 4.10.2018 in Haltern am See

Wem gehört die Welt? Eigentums- und Machtkonzentration bei Großunternehmen – und was man dagegen tun kann

Das Eigentum an großen Unternehmen konstituiert gesellschaftliche Macht. Wem gehören die großen Unternehmen? Wer profitiert von ihrer Wertschöpfung? Eigentümer und Profiteure sind vor allem Finanzunternehmen. So kontrollieren allein zwei Finanzunternehmen (Blackrock und Capital Group) in Deutschland 11 Prozent und in den USA 23 Prozent aller Aktienwerte  der 200 größten Unternehmen. Der Vortrag berichtet allgemeinverständlich über Eigentümerstrukturen, erläutert die Wirkungen der Konzentration von Unternehmensvermögen und diskutiert mögliche Gegenmaßnahmen. Alle ZuhörerInnen sind herzlich willkommen.

Werner Nienhüser ist Professor für Arbeit, Personal und Organisation an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen (mehr Informationen über den Referenten finden Sie hier: http://www.udue.de/wn).

Hintergrund

Der Vortrag hat seinen Ausgangspunkt in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Prof. David Peetz und Prof. Georgina Murray (beide Griffith-Universität in Brisbane, Australien) über die Frage, wie sich die letzte Finanzkrise auf die Eigentümerstrukturen der großen Unternehmen ausgewirkt hat. Ein Befund ist, dass die Konzentration finanzieller Macht seit der Finanzkrise zugenommen hat.

Ausgewählte Veröffentlichungen aus dem Projekt

  • Peetz, David; Murray, Georgina; Nienhüser, Werner (2013): The New Structuring of Corporate Ownership. In: Globalizations 10 (5), S. 711–730.
  • Murray, Georgina (2014): We are the 1 %: Über globale Finanzeliten. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (15), S. 15–22. Online verfügbar unter http://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/APuZ_2014-15_online_v2.pdf.
  • Nienhüser, Werner; Peetz, David; Murray, Georgina (2016): Wem gehören die großen Unternehmen? Restrukturierung des Eigentums während der Finanzkrise in Deutschland und den USA = Who owns the big corporations? In: WSI-Mitteilungen 69 (8), S. 584–594.
  • Peetz, David; Murray, Georgina (2017): Who owns the world? Tracing half the corporate giants’ shares to 30 owners. In: The Conversation. Online verfügbar unter https://theconversation.com/who-owns-the-world-tracing-half-the-corporate-giants-shares-to-30-owners-59963.
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„Wie gefährlich ist Demokratie für Unternehmen?“ – Vorschau auf eine Veranstaltung der AfA Bonn-Beuel

Vortragen werde ich meinen Vorschlag, Betriebsräte gesetzlich verpflichtend zu wählen, siehe dazu meinen Beitrag hier auf diesem Blog mit weiteren Verweisen. Es gibt seit einiger Zeit einen Vorstoß der LINKEN in diese Richtung, siehe dazu meinen Beitrag ebenfalls auf diesem Blog.

Das Foto des Plakats habe ich von der Facebook-Seite des Veranstalters, daher verweise ich ausnahmsweise auf eine Facebook-Seite: https://www.facebook.com/AfA-Bonn-und-Beuel-1180345008762482/.

 

Preisträgerinnen am Lehrstuhl für Arbeit, Personal und Organisation an der Universität Duisburg-Essen 2018: Kerstin Averbeck und Dr. Martin Köckeritz

Kerstin Averbeck und Dr. Martin Köckeritz haben auf dem Dies Academicus der UDE jeweils einen Preis für ihre Arbeiten erhalten (https://www.uni-due.de/de/absolventenehrung/fak2018.php).

Frau Kerstin Averbeck bekommt den Preis für ihre Masterarbeit zum Thema „Unternehmensbilder vor und während einer Legitimitätskrise – Eine Metaphernanalyse am Beispiel der Volkswagen AG“. Frau Averbeck analysiert mithilfe der Methode der Metaphernanalyse, ob der Versuch des Wiederaufbaus von Unternehmenslegitimität nach einem Skandal sich in einer veränderten sprachlichen Selbstdarstellung von Unternehmen äußert. Als Beispiel dient die Reaktion der Volkswagen AG auf den sogenannten Diesel- oder auch Abgasskandal im Jahre 2015.

Dr. Martin Köckeritz wird für seine Dissertation mit dem Thema „Resource Interdependence and Organizational Integration. Material Manifestations of Mergers and Incorporations in Higher Education“ ausgezeichnet. Er hat zwei Fälle von Universitätsfusionen untersucht. Bei den Fusionen handelt es sich erstens um den Fall der Universitäten Duisburg und Essen (2003). Dies ist die größte Zusammenlegung im Hochschulbereich in Deutschland in der jüngsten Zeit. Die zweite Fusions-Fallstudie untersucht die Inkorporierung der früheren Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) in die Universität Hamburg. Die HWP wurde 2005 mit den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Teilen der Universität Hamburg verschmolzen. Die Analysen zeigen u.a., dass der Erfolg einer Fusion bzw. der erreichte Integrationsgrad und das Integrationsmuster sich durch Unterschiede in der Macht der Fakultäten bzw. den Lehr- und Forschungseinheiten erklären lassen.

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns sehr mit den beiden Preisträgerinnen.

Heiko Hoßfeld und Martin Wolfslast (Universität Duisburg-Essen) erhalten Preis für ihr Paper „Öffentliche Legitimitätskrisen von Unternehmen“

Martin Wolfslast und Dr. Heiko Hoßfeld (Universität Duisburg-Essen) haben für ihren Vortrag und ihr Papier zum Thema „Öffentliche Legitimitätskrisen von Unternehmen – Identifikation und Ursachenanalyse“ einen Preis – den Short Paper Award – erhalten. Verliehen wurde der Preis auf der 15. Jahrestagung des Arbeitskreises Empirische Personal- und Organisationsforschung (AKempor), die im November 2017 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf stattfand. Wir freuen uns mit den Preisträgern.

Dr. Şafak Tartanoğlu, Uludag University, Turkey: “The Prospects of Gendered Insecurity: Home-Based Garment Work as a Form of Precarious Employment in Turkey“

Dr.  Şafak Tartanoğlu, Uludag University, Turkey, visited the research group of Werner Nienhüser (University of Duisburg-Essen). She gave a great presentation on „The Prospects of Gendered Insecurity: Home-Based Garment Work as a Form of Precarious Employment in Turkey„. The presentation delivered an excellent overview on current research, identified several research gaps and made suggestions how to close these gaps.

Fragen und Antworten zur Befristung von Arbeitsverträgen

Nun auch auf Youtube…

Vortrag „Sozioökonomische Erklärungsansätze in der Organisationsforschung“ als Video

Meinen Vortrag „Sozioökonomische Erklärungsansätze in der Organisationsforschung“, den ich am 8.11.2014 auf der Tagung „Sozialökonomie – ein Zukunftsprojekt“ am Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS) der Universität Hamburg  gehalten habe, kann man unter dem folgenden Link als Video ansehen:

https://lecture2go.uni-hamburg.de/veranstaltungen/-/v/16852

Auch die weiteren Vorträge der interessanten Tagung sind dort anzusehen.