„Organizational Behaviour – Verhalten in Organisationen“ – neu in der 2. Auflage erschienen

Das von Albert Martin herausgebene Buch „Organizational Behaviour“ ist in der zweiten Auflage im Kohlhammer-Verlag erschienen. (Martin, A. (Hrsg.). (2017). Organizational Behaviour – Verhalten in Organisationen (2. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer).

Das Buch beinhaltet Beiträge zu den folgenden Themen (eine detaillierte Übersicht finden Sie hier: http://www.beck-shop.de/fachbuch/inhaltsverzeichnis/978-3-17-029924-5_I.pdf)

  • Vertrauen
  • Macht
  • Tausch
  • Ideologie
  • Arbeitsverhalten
  • Entscheidungsverhalten
  • Konfliktverhalten
  • Psychologischer Vertrag
  • Organisationales Commitment
  • Rollen, Extra-Rollenverhalten und Organizational Citizenship
    Behavior
  • Rückzugsverhalten
  • Gruppenidentität
  • Teamorientiertes Verhalten
  • Organisationskultur
  • Betriebsklima

 

„Lexikon der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtschaftslehre“

lexikon_39683Albert Martin, Professor an der Universität Lüneburg (Leuphana Universität), baut mit seinen Studierenden ein Lexikon der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtwschaftlehre  auf. Etliche Beiträge (knapp 40) sind bereits fertig. Man findet Beiträge zu Themen wie z.B. Commitment, Macht oder Whistleblowing. Die Ziele der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtschaftlehre beschreibt Martin so:

„Der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtschaftslehre geht es um die Erklärung des Verhaltens ökonomischer Akteure und um die Wirkungsweise ökonomisch relevanter Institutionen. Hiervon ausgehend sucht sie nach Bedingungen und Möglichkeiten, den Prozess der einzelwirtschaftlichen Wertschöpfung zu verbessern. Bei diesem Bemühen bedient sie sich der Kenntnisse aus allen Wissenschaften, die sich mit dem Verhalten von Menschen, Gruppen und Organisationen befassen. Als anwendungsorientierte Wissenschaft beschäftigt sie sich aber nicht nur mit den Grundlagen von wirtschaftlich relevanten Verhaltensprozessen, sondern auch mit den Zwecken wirtschaftlichen Handelns, seinen Voraussetzungen und normativen Grundlagen. Dazu gehört nicht zuletzt auch der vernunftgemäße Einsatz von geeigneten Methoden und Instrumenten zur Gestaltung der Arbeits- und Wirtschaftsverhältnisse.“ (Quelle: http://www.leuphana.de/universitaet/personen/albert-martin/publikationen/lexikon.html; Quelle des Bildes: http://icon-icons.com/de/symbol/lexikon/39683)

Wem gehören die großen Unternehmen in Deutschland und den USA?

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„Zusammenfassung. Das Eigentum an großen Unternehmen konstituiert gesellschaftliche Macht. Der Beitrag stellt deshalb die Frage: Wem gehören die 200 umsatzstärksten in der Realwirtschaft tätigen Unternehmen in Deutschland und in den USA? Hat sich durch die Finanzkrise etwas an den Eigentümerstrukturen verändert, etwa die Konzentration des Eigentums? Unsere Befunde für die Zeiträume 2006/2007 und 2009/2010 zeigen, dass in beiden Ländern Finanzinvestoren wie BlackRock einen erheblichen Anteil an den Aktien großer Nicht-Finanzunternehmen besitzen. BlackRock verwaltet in Deutschland 5 % und in den USA 13 % der Aktien der 200 größten Unternehmen. Nimmt man den zweitgrößten Vermögensverwalter (Capital Group) hinzu, dann kontrollieren diese beiden Unternehmen in Deutschland 11 % und in den USA 23 % der Aktienanteile. In beiden Ländern hat die Konzentration des Aktienbesitzes zugenommen. Der hohe Anteil der Aktien, den das Finanzkapital besitzt, hat sich trotz oder wegen der Krise kaum verändert.“

„Abstract. The ownership of large corporations constitutes social power. Therefore our article asks the question: Who are the owners of the 200 largest non-financial corporations in Germany and in the U.S.? Did ownership structure and concentration of capital change during the financial crisis? Our results for 2006/2007 and 2009/2010 show that financial investors such as BlackRock own a significant proportion of the stocks of the 200 large non-financial companies. BlackRock manages 5 % in Germany and 13 % in the U.S. Taking also the second largest asset manager (Capital Group) into account, then these two companies together control 11 % of the shares in Germany and 23 % in the U.S. In both countries the concentration of share ownership has increased. The large proportion of shares owned by finance capital has barely changed despite or because of the financial crisis.“

Quelle: Werner Nienhüser, David Peetz, Georgina Murray 2016: Wem gehören die großen Unternehmen? Restrukturierung des Eigentums während der Finanzkrise in Deutschland und den USA. In: WSI-Mitteilungen 8/2016, Seiten 584–594 (http://www.boeckler.de/wsi-mitteilungen_106018_106029.htm); Bildquelle: Americasroof at English Wikipedia [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

„Grenzkonflikte zwischen zwei Welten. Soziologe Klaus Dörre analysiert die Streiks des vergangenen Jahres“

Grenzkonflikte zwischen zwei Welten. Soziologe Klaus Dörre analysiert die Streiks des vergangenen Jahres“ – unter dieser Überschrift fasst Daniel Behruzi in der Tageszeitung junge Welt einen Beitrag des Soziologen Klaus Dörre (Friedrich-Schiller-Universität Jena) zusammen.

„“Der (west)deutsche Sozialkapitalismus ist Geschichte.“ Das stellt Professor Klaus Dörre von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in einem Beitrag für die Fachzeitschrift Industrielle Beziehungen fest, mit dem die Debatte über das Konzept der „Konfliktpartnerschaft“ des Soziologen Walther Müller-Jentsch fortgesetzt wird (siehe jW vom 14. Juni). Dörre zufolge findet die Regulation der Arbeitsbeziehungen heute in zwei Welten statt: Die „erste Welt“ mit Flächen- oder Haustarifverträgen, in der sich „an der Institutionalisierung des Klassenkonflikts scheinbar wenig geändert hat“. Und eine „zweite Welt“ von unsicherer, schlecht bezahlter, wenig anerkannter und deshalb prekärer Erwerbsarbeit. Konflikte und Bewegungen entstehen demnach vor allem an den Grenzen beider Welten.“ (Quelle: https://www.jungewelt.de/2016/11-22/062.php)

Der Beitrag von Klaus Dörre und weitere Beiträge zur Debatte sind veröffentlicht in der Zeitschrift „Industrielle Beziehungen – Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management“ , Heft 3, 2016 (www.hampp-verlag.de). Die Debatte wurde in Heft 1/2016 begonnen und  wird fortgesetzt.

„Plädoyer für einen Neustart. Betriebliche Mitbestimmung auf dem Prüfstand“ – kostenlose Publikation

Und noch eine weitere interessante Veröffentlichung, die für eine stärkere Mitbestimmung plädiert.

„In der mitbestimmungspolitischen Diskussion sollte ein Neustart in Angriff genommen werden. Dabei geht es nicht um den Ersatz des institutionell gestützten Systems der Mitbestimmung. Gerade dort, wo es nicht existiert, ist die Interessenvertretung abhängiger Lohnarbeit in Gänze in Frage gestellt und ist einem autoritären Kapitalismus Tür und Tor geöffnet. Aber ebenso wenig kann es darum gehen, das bestehende Repräsentativsystem gleichsam über die bestehenden ›weißen Flächen‹ legen und damit zum Kern betrieblicher Interessenvertretung stilisieren zu wollen.
Ein Neustart muss bisherige Systemschranken überwinden. Heute ergeben sich nicht zuletzt aus der Unternehmensorganisation neue Ansatzpunkte. Ohne die Reichweite indirekter Steuerung überzeichnen zu wollen, kann doch gesagt werden, dass Arbeitspolitik mehr denn je sich nicht nur in die Organisation des Arbeitsprozesses, sondern in die unternehmenspolitischen und in der weiteren Betrachtung auch sektoralen Rahmenbedingungen einmischen muss.“ (Quelle: Bierbaum, Heinz u.a. (2014): Plädoyer für einen Neustart. Betriebliche Mitbestimmung auf dem Prüfstand. Hamburg: VSA Verlag (Supplement der Zeitschrift Sozialismus, 2014/11).

Da die Publikation vergriffen ist, hat der VSA-Verlag dankenswerterweise eine PDF-Datei zum kostenlosen Download bereitgestellt.

Ein „Bündel“ kapitalismuskritischer E-Books …

Eine interessante Titel beinhaltende Sammlung von kapitalismuskritischen E-Books  kann man hier kaufen: https://www.humblebundle.com/books/hacking-capitalism

Ob bei einem solchen „Bundle“ nicht auch einer der Buchtitel zur Anwendung kommt? „Affluenza: How Overconsumption Is Killing Us„?

„Developments in German Industrial Relations“ – new publication

„This book presents a review of the last twenty years of research in German industrial relations. Divided into three parts, it begins by exploring the major developments in this field of research. It then describes the academic field of industrial relations in Germany from different perspectives, looking back on twenty years of “Industrielle Beziehungen” – the German Journal of Industrial Relations. This is rounded off by an analysis of the changes in the real world of the German model and its major institutions, namely the DGB trade unions and co-determination on the establishment-level. In addition, the book discusses the contributions of neighbouring disciplines, particularly human resource management, economics, and labour law.

As the German model and its developments are interesting not only for researchers in industrial relations, but also for practitioners in business and administration, this volume addresses both groups of readers.“ (Source: http://www.cambridgescholars.com/developments-in-german-industrial-relations)

Artus, Ingrid; Behrens, Martin; Keller, Berndt; Matiaske, Wenzel; Nienhüser, Werner; Rehder, Britta; Wirth, Carsten (Eds.) (2016): Developments in German Industrial Relations. Newcastle upon Tyne: Cambridge Scholars Publishing.