Interessanter Beitrag in „Gegenblende – Das Debattenmagazin“

Hybride Wertschöpfung als Herausforderung für die Tarifpolitik – Mehr-Arbeitgeber-Beziehungen als arbeitspolitische Herausforderung

von: Manuel Nicklich, Jörg Sydow, Markus Helfen

via Gegenblende – Das Debattenmagazin | Ausgabe 28: Juli/August 2014 | Hybride Wertschöpfung als Herausforderung für die Tarifpolitik.

WSI: Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik 2013

Soeben ist die neue Ausgabe des Statistischen Taschenbuchs des WSI-Tarifarchivs erschienen. Es bietet eine umfangreiche Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Tariflandschaft und zur Tarifpolitik in Deutschland in folgendenden Themenfelder: Tarifvertragslandschaft, Lohn und Gehalt, Arbeitszeit, Tarifbewegungen und Arbeitskämpfe; Tarifregelungen in einzelnen Branchen. Besonders interessant ist, dass viele Informationen als Excel-Tabellen heruntergeladen werden können.

Im Internet finden Sie die Tabellen unter: http://boeckler.de/wsi-tarifarchiv_4828.htm

60 Jahre Tarifvertragsgesetz

Das WSI-Tarifarchiv dokumentiert zum 60. Geburtstag des Tarifvertragsgesetzes „Stationen der Tarifpolitik 1949 – 2009“ und erläutert die Grundzüge des Tarifsystems.

Unter anderen sind Tarifverträge dokumentiert, die „Geschichte machten“ und es gibt es eine Übersicht über wichtige Streiks um Tarifverträge seit 1950 (all dies und mehr unter: http://www.boeckler.de/94710.html).

Arbeitsbeziehungen in Low-Cost Airlines – Empirische Untersuchung in DuePublico veröffentlicht

airplane paperDie Arbeit von Thorsten Buchholz aus dem Jahr 2006 untersucht die „Arbeitsbeziehungen in Low-Cost-Airlines. Komparative Analyse der Rolle und Gestaltung von Arbeitsbeziehungen bei Ryanair und Germanwings„. Die Untersuchung wurde als Diplomarbeit am Lehrstuhl für Personalwirtschaft der Universität Duisburg-Essen geschrieben.

Die Arbeit kann auf DuEPublico, dem Dokumenten- und Publikationsserver der Universität Duisburg-Essen abgerufen werden (PDF).

Aktuelle Informationen des WSI-Tarifarchivs zur Tarifrunde 2008

Die ersten Tarifabschlüsse der Tarifrunde 2008 liegen zwischen zwischen 2,5 und 5,2 Prozent. Mehr Informationen finden Sie unter

Neue Publikation: Regulierungsform und Verbetrieblichungsneigung von Managern und Betriebsräten

Kritiker des deutschen Flächentarifvertragssystems fordern eine stärkere Nutzung betrieblicher Verhandlungslösungen. Die Folgen einer solchen Abkehr vom System der Flächentarifverträge (Verbetrieblichung) hätten vor allem die Betriebe und deren Akteure zu tragen. Wie die betrieblichen Akteure zur Verbetrieblichung stehen, ist bisher kaum untersucht worden. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Manager und Betriebsräte zur Verbetrieblichung stehen und welche Folgen sie mit einer Verlagerung der Verhandlungen auf die Betriebsebene verbinden. Dabei wird insbesondere untersucht werden, welchen Einfluss die im Betrieb existierende Regulierungsform (Formen der Tarifbindung bzw. Nichtbindung) auf die Verbetrieblichungsneigung hat. Als Datenbasis dient eine Befragung von 1000 Managern und 1000 mit ihnen in Verhandlungsbeziehungen stehenden Betriebsräten. Deskriptive und multivariate Analysen zeigen, dass Betriebsräte deutliche Gegner und Manager deutliche Befürworter der Verbetrieblichung sind. Bei den Managern zeigt sich ein deutlicher Effekt der Regulierungsform. Bei ihnen ist die Neigung zur Verbetrieblichung höher, wenn der Betrieb bereits einen hohen Grad an Verbetrieblichung aufweist.

Critics of the German multi-employer collective bargaining system demand a change in favour of increased bargaining at the plant level. Even though it would be the single company and its actors – management and works council – which would face the consequences of this decentralization of collective bargaining, there is surprisingly little known about these actor´ attitudes to decentralization. This article deals with the opinions of managers and works councils about decentralization and which consequences they associate with the shift of bargaining to the plant level. The analysis furthermore focuses on the impact of the existing degree of decentralization on the attitude to decentralization. We use data from an empirical study that surveyed 1000 managers and 1000 works councillors. The results show that the majority of managers are proponents of decentralization whereas most works councils are opponents of it. For the managers we find an effect of the existing degree of decentralization, e.g., a positive relationship between the degree of decentralization and the approval of decentralization.

Keywords: Decentralization of Bargaining, Multi and Single Employer Bargaining, Works Council, Trust, Power, Attitudes of Management and Works Councillors

Quelle des obigen Abstract und der Publikation: Werner Nienhüser/ Heiko Hoßfeld 2007: Regulierungsform und Verbetrieblichungsneigung von Managern und Betriebsräten. Ergebnisse einer empirischen Erhebung. In: Industrielle Beziehungen 4: 289-315 (download – Mit freundlicher Genehmigung des Rainer Hampp Verlages).

Neues Buch: “Arbeiten für wenig Geld…”

Bosch, Gerhard / Weinkopf, Claudia (Hrsg.), 2007: Arbeiten für wenig Geld: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Frankfurt/Main: Campus Verl. ISBN 978-3-593-38429-0

„Seit Mitte der 1990er Jahre steigt die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland sprunghaft an. Was sind die Triebkräfte dieser Entwicklung? Welche Arbeitsplätze sind besonders betroffen? Anhand der Beispiele Call Center, Einzelhandel, Ernährungsindustrie, Hotel und Krankenhaus verleihen die Autoren des Bandes der Niedriglohnarbeit in Deutschland ein Gesicht und zeigen, wo politischer Handlungsbedarf besteht, etwa die Einführung von Mindestlöhnen.“ (Die Quelle und mehr Informationen finden Sie hier).