„We Provoked Business Students to Unionize“ – a good example for critical teaching

If you want to know, what good critical teaching is, you should read this article. Body and mind, feeling and thinking are being connected in the classroom (https://criticalmotteaching.wordpress.com).

Abstract. „Many industrial relations (IR) scholars experience some angst at their (mis)placement in business schools. While our Abstract Many industrial relations (IR) scholars experience some angst at their (mis)placement in business schools. While our expertise broadens the curriculum, the topics central to IR and union?management matters often are met with student resistance, particularly in North America. At our wits? end, we decided to employ a deception simulation. We devised an award winning exercise that broke business students? psychological contract with their professor and gave them an opportunity to organize collectively to redress this injustice. Students observed first-hand the triggers of union organizing as well as their responses to inequity. Anonymous student feedback showed an overwhelmingly positive reception to the exercise. Ethical standards developed to scrutinize deception are used to review our own exercise according to our profession?s standards. Deception is rarely used in teaching and is often associated with malevolent, callous or selfish ends. We challenge this viewpoint. Its power is in generating relevant controversies and evoking emotions that help memory consolidation.“ (Taras/Steel 2007: 179)

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„Aggressive Arbeitgeber: Jede sechste Betriebsratsgründung wird behindert“

„Aggressive Arbeitgeber: Jede sechste Betriebsratsgründung wird behindert“, so das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in einer neuen Untersuchung.

Martin Behrens und Heiner Dribbusch haben im vergangenen Jahr „159 hauptamtliche Gewerkschafter der IG BCE, der IG Metall und der NGG zu ihren Erfahrungen mit der Durchführung von Betriebsratswahlen befragt. Mehr als die Hälfte der Befragten kannte Fälle, in denen Unternehmen versucht hatten, Betriebsratswahlen zu behindern. Besonders rau scheint es in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und dem Gastgewerbe zuzugehen: Dort hatten 76 Prozent der Hauptamtlichen Kenntnis von Störmanövern der Arbeitgeber. In der Metall- und Elektroindustrie sind es 53 Prozent, im Organisationsbereich der IG BCE 43 Prozent. Über ein Drittel der Gewerkschafter berichtet darüber hinaus von Versuchen, die Arbeit bereits gewählter Gremien zu erschweren. Bei der NGG beträgt der Anteil 48 Prozent, bei der IG BCE 37 Prozent und bei der IG Metall 31 Prozent.“

Wie das Repertoire der Arbeitgeberaktivitäten aussieht, zeigt die Grafik:

Kampfzone Betriebsratswahl

Wichtig ist daher „ein umfassender gesetzlicher Schutz vor Eingriffen des Managements ist. Hier wäre insbesondere wünschenswert, dass bereits bei der Vorbereitung von Betriebsratswahlen alle daran beteiligten Beschäftigten vom ersten Tag an vor Kündigungen geschützt werden, so Behrens und Dribbusch. Ebenso wichtig sei eine wirksame Sanktionierung von Verstößen.  Dazu sollten Schwerpunktstaatsanwaltschaften gebildet werden, die auf gesetzwidrige Eingriffe von Unternehmen in Betriebsratswahlen spezialisiert sind und diese auch verfolgen.“

(Quelle der Grafik und der Zitate: Böckler Impuls 17/2016)

„Warum Amazon gegen Streiks immun ist“ (SZ v. 27.9.16)

„Manchmal sind es eben die da unten, die es denen da oben recht leicht machen. Und so konservieren sie jene Machtwirtschaft, wegen derer sie dann an der Marktwirtschaft verzweifeln.“ (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gewerkschaften-warum-amazon-gegen-streiks-immun-ist-1.3168945-2)

organizeDas Zitat stammt aus einer schönen Reportage von Detlef Esslinger in der „Süddeutschen Zeitung“ (vom 27.9.2016, Online) : „Warum Amazon gegen Streiks immun ist. – Gewerkschaften sind immer noch mächtig im Kampf gegen Ungleichheit – mit ein paar Ausnahmen.“

Mobbing von Betriebsräten leicht gemacht – correctiv.org

„Betriebsräte sind vom Gesetz besonders geschützt. Das hindert ruppige Firmen aber nicht, die Arbeitnehmervertreter mürbe zu machen, wenn es ihnen in den Kram passt. CORRECTIV.RUHR hat 70 Streitfälle zwischen Arbeitgebern und Betriebsräten ermittelt und ausgewertet.“ (https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2016/07/10/mobbing-leicht-gemacht/)

Es weihnachtet sehr bei Amazon…

Wie schön kann doch Arbeit an Weihnachten sein – besonders bei Amazon ist das ein großer Spaß. Sogar der Betriebsrat macht mit. (Ist es der mit den Engelsflügeln? Bestimmt, eine so dumme Mütze lässt sich ein Betriebsrat doch wohl nicht aufsetzen…) Auf jeden Fall: die Bilder überzeugen uns…

AmazonLogistikzentrumWeihnachten

Wie heißt es in der Unterschrift zum Bild (das Bild ist ein Screenshot der Webseite, gemacht am 27.12.2014):

„Es weihnachtet in den Amazon Logistikzentren: Hier Betriebsrat und Mitarbeiter von Amazon Pforzheim bei der Verteilung süßer Überraschungen.“

Wer’s nicht glaubt, der mag hier nachschauen, es gibt noch viel mehr Schönes, das (dessen Darstellung…) man mit Worten kaum fassen kann: http://www.amazon-logistikblog.de/2014/12/23/die-amazon-logistikzentren-wuenschen-frohe-weihnachten/

Am 19.12.2014 wurde unter dem Titel „Gemeinsam Spaß haben“ (http://www.amazon-logistikblog.de/2014/12/19/unterhaltungspause-fuer-mitarbeiter-gemeinsam-spass-haben/) gepostet:

„Zum dritten Mal fanden in den Amazon Logistikzentren Live-Programme für Tausende von Mitarbeitern statt. Dieses Jahr sorgten die aus der ProSieben-Sendung „Got to Dance“ bekannten Gruppen „Dance Industry“ und „DMA Oldmen Crew“ für Unterhaltung. Für die Amazon Mitarbeiter, die während der Weihnachtszeit ihr Bestes geben, damit die Bestellungen rechtzeitig zum Fest ankommen, bedeutet das zunächst Arbeitsstopp: In der Zeit, in der die Auftritte stattfinden, stehen die jeweiligen Logistikzentren komplett still. „Gemeinsam Spaß haben“ lautet die Devise.

„Unsere Logistik ist so effizient, dass wir die Musik-Shows für unsere Mitarbeiter auch während der Hochsaison, mitten in der Weihnachtszeit, veranstalten können“, sagt Robert Marhan, Standortleiter eines der beiden Amazon Logistikzentren in Bad Hersfeld. Er muss es wissen, denn während der Unterhaltungseinlagen steht das jeweilige Logistikzentrum buchstäblich still. Niemand verpackt, und es werden auch keine Lkws abgefertigt, denn alle Mitarbeiter haben sich um eine rund acht Meter auf sechs Meter große Bühne mitten in einer der Lagerhallen versammelt. Dort geht es alles andere als ruhig zu: In diesem Jahr sorgen Tanzgruppen wie Dance Industry aus Österreich und DMA Oldmen Crew aus Augsburg, beide bekannt aus der ProSieben-Sendung „Got to Dance“ für Spaß und Unterhaltung.

Die Live-Auftritte an allen Standorten sind Teil vieler Aktionen, die es während der Weihnachtszeit für die Mitarbeiter in den Logistikzentren gibt: Von Weihnachtsgeschenken, adventlichen Leckereien und Überraschungsauftritten von Jongleuren und Zauberern bis zum täglichen Adventskalender mit Verlosungen.“

Nicht, dass jemand auf die Idee käme, es würde gestreikt…. (http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-12/streik-amazon-heiligabend).

 

 

Robert Reich

„According to the Institute for Policy Studies, the $26.7 billion of bonuses Wall Street banks paid out last year would be enough to more than double the pay of every one of America’s 1,085,000 full-time minimum wage workers.“

via Robert Reich.

Interessante Untersuchung: „Arbeitgebermaßnahmen gegen Betriebsräte: Angriffe auf die betriebliche Mitbestimmung“

Schwierige Betriebsratswahl

„Zusammenfassung
Versuche seitens der Arbeitgeber, die Gründung von Betriebsräten zu verhindern, sind bislang kein stilbildendes Merkmal der deutschen Arbeitsbeziehungen, die als vergleichsweise sozialpartnerschaftlich und rechtlich gut abgesichert gelten können. Berichte aus der Praxis und erste Forschungsbefunde deuten jedoch an, dass es sich bei der gezielten Behinderung von Betriebsratswahlen und Betriebsratsarbeit um deutlich mehr als eine Randnotiz der deutschen Mitbestimmung handelt. Die im Beitrag vorgestellte Analyse der Daten der WSI-Befragung hauptamtlicher Gewerkschafter 2012 geht den Fragen nach, in welchem Umfang, in welchen Betriebstypen und mit welchen Mitteln betriebliche Mitbestimmung behindert wird. Sie zeigt, dass gegen Betriebsräte gerichtete Arbeitgebermaßnahmen sich besonders häufig in kleinen und mittelgroßen Betrieben finden sowie in Betrieben, die durch die Inhaber bzw. Inhaberinnen geführt werden. Die Einschüchterung von Kandidatinnen und Kandidaten zur Betriebsratswahl erweist sich hierbei als besonders weit verbreitetes Mittel.“

„Abstract
Employer resistance to works councils is not a phenomenon which has been closely associated with German labour relations. However, as first results of a research project indicate, incidents of employers‘ hostility towards works councils are more than just a marginal footnote. As the analysis of data provided by the WSI-Survey of paid union representatives (2012) shows, measures against the establishment of a works council are most common in small and medium-sized companies and in owner-managed firms. Among the measures taken by employers, the intimidation of works council candidates has turned out to be the most frequently used strategy.“

Quelle: Martin Behrens, Heiner Dribbusch 2014: Arbeitgebermaßnahmen gegen Betriebsräte: Angriffe auf die betriebliche Mitbestimmung. In: WSI-Mitteilungen 2, S. 140-148

Siehe auch die Kurzfassung in Böckler-Impuls 4/2014; siehe dort auch die Quelle der Grafik.