„Grenzkonflikte zwischen zwei Welten. Soziologe Klaus Dörre analysiert die Streiks des vergangenen Jahres“

Grenzkonflikte zwischen zwei Welten. Soziologe Klaus Dörre analysiert die Streiks des vergangenen Jahres“ – unter dieser Überschrift fasst Daniel Behruzi in der Tageszeitung junge Welt einen Beitrag des Soziologen Klaus Dörre (Friedrich-Schiller-Universität Jena) zusammen.

„“Der (west)deutsche Sozialkapitalismus ist Geschichte.“ Das stellt Professor Klaus Dörre von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in einem Beitrag für die Fachzeitschrift Industrielle Beziehungen fest, mit dem die Debatte über das Konzept der „Konfliktpartnerschaft“ des Soziologen Walther Müller-Jentsch fortgesetzt wird (siehe jW vom 14. Juni). Dörre zufolge findet die Regulation der Arbeitsbeziehungen heute in zwei Welten statt: Die „erste Welt“ mit Flächen- oder Haustarifverträgen, in der sich „an der Institutionalisierung des Klassenkonflikts scheinbar wenig geändert hat“. Und eine „zweite Welt“ von unsicherer, schlecht bezahlter, wenig anerkannter und deshalb prekärer Erwerbsarbeit. Konflikte und Bewegungen entstehen demnach vor allem an den Grenzen beider Welten.“ (Quelle: https://www.jungewelt.de/2016/11-22/062.php)

Der Beitrag von Klaus Dörre und weitere Beiträge zur Debatte sind veröffentlicht in der Zeitschrift „Industrielle Beziehungen – Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management“ , Heft 3, 2016 (www.hampp-verlag.de). Die Debatte wurde in Heft 1/2016 begonnen und  wird fortgesetzt.

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“Wilde Streiks – Der heiße Herbst 1969”– gute TV-Dokumentation

„Herbst 1969 – ein Novum in der deutschen Politik. Stahlarbeiter der Hoesch-Werke in Dortmund streiken ohne Genehmigung. Das ist ein wichtiger Wendepunkt in der Nachkriegsgesellschaft.
Arbeiter wollen teilhaben an den Gewinnen des Wirtschaftswunders – und setzen sich durch. Bezeichnend ist die Furcht der Eliten vor einer roten Revolution – und die brüske Abwehr der Arbeiter gegen alle Versuche der linken Studenten, eine gemeinsame Front zu bilden.
Ein letzter wichtiger Schritt vom alten Obrigkeitsstaat hin zur Mitbestimmung durch alle Teile der Gesellschaft.“ (Quelle: ZDF)

„Warum Amazon gegen Streiks immun ist“ (SZ v. 27.9.16)

„Manchmal sind es eben die da unten, die es denen da oben recht leicht machen. Und so konservieren sie jene Machtwirtschaft, wegen derer sie dann an der Marktwirtschaft verzweifeln.“ (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gewerkschaften-warum-amazon-gegen-streiks-immun-ist-1.3168945-2)

organizeDas Zitat stammt aus einer schönen Reportage von Detlef Esslinger in der „Süddeutschen Zeitung“ (vom 27.9.2016, Online) : „Warum Amazon gegen Streiks immun ist. – Gewerkschaften sind immer noch mächtig im Kampf gegen Ungleichheit – mit ein paar Ausnahmen.“

„Streikrepublik Deutschland? Mitnichten!“

Bundesarchiv Bild 102-13992, Berlin, BVG-Streik, StreikpostenStreikrepublik Deutschland? Mitnichten! – Von einer „Streikrepublik Deutschland“ kann keine Rede sein. Im Vergleich zu anderen Ländern wird hierzulande nur selten zum Arbeitskampf aufgerufen. Auffällig ist jedoch die Verlagerung von Streiks in den Dienstleistungssektor. … meint Heiner Dribbusch.“ (Quelle: https://www.bpb.de/dialog/netzdebatte/215395/streikrepublik-deutschland-mitnichten); (Bild: Verkehrsstreik Berlin November 1932;  Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 102-13992 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)%5D, via Wikimedia Commons)