New Publication – Empirical Research on Human Resource Management as a Production of Ideology

Werner Nienhueser: Empirical Research on Human Resource Management as a Production of Ideology

The article is published in the Special Issue of Management Revue on „Progress of Knowledge in Human Resources Management“ (edited by Albert Martin, see also his introduction: „Mixed Impressions: Respectable Work and Slow Progress in the Science of Personnel Management within German Speaking Countries“ ).

„The article argues that empirical research on Human Resource Management creates a one-sided, distorted image of the reality of work and thus generates ideology. Such an ideology legitimises HR practices and favours the interests of entrepreneurs and managers. This assertion is illustrated and discussed using the case of  empirical research in HRM in German-speaking countries, although the ideology assertion should also be valid for Anglo-Saxon countries. It is shown that HRM  research mainly follows employer objectives; it primarily analyses performance-related variables. The surveyed HR practices focus on “High Performance Works  Systems”, while other HR practices are largely ignored. Mainly organisational elites (managers, experts and other highly qualified employees) are surveyed as  personnel and provide information about the situation in companies. Empirical research paints a unitaristic picture; depicting the employer and the role of HR  management positively. Deviations  from an employee-friendly HR strategy are overlooked or seen as relatively rare anomalies.“

(Source: Abstract in: Nienhueser, W. (2011): Empirical Research on Human Resource Management as a Production of Ideology. In: Management Revue, 22: 367–393  (download). Thanks to  Rainer Hampp Verlag.

Berufung in das Fortschrittsforum

Werner Nienhüser wurde in das Fortschrittsforum der Friedrich-Ebert-Stiftung berufen. Das Forum dient der Beratung der neu eingerichteten Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft“ des Deutschen Bundestages.

Employment Relations – Sammelbesprechung

In der Zeitschrift für Personalforschung (Heft 4/2010, S. 420-430) ist eine Sammelrezension zu drei Büchern erschienen, die sich sämtlich mit „Employment Relations“ bzw. „Employment Relationship“ befassen.

Werner Nienhüser: Employment Relations – das Beschäftigungsverhältnis als ein zentrales Konstrukt der Personalwissenschaft

Sammelbesprechung von

  • Coyle-Shapiro, J. A. –M. / Shore, L. M. / Taylor, M. S., et al. (Eds.) (2004): The Employment Relationship. Examining Psychological and Contextual Perspectives. Oxford: Oxford University Press.
  • Muffels, Ruud J. A. (Ed.) (2008): Flexibility and Employment Security in Europe. Labour Markets in Transition. Cheltenham: Elgar.
  • Cappelli, P. (Ed.) (2008): Employment Relationships. New Models of White-collar Work. Cambridge: Cambridge University Press.

Der Rezensent bespricht die Bücher vor dem Hintergrund von drei Fragen. Hier die Antworten (mehr hier):

„(1) Wie konzeptionalisieren, wie denken die Autoren und Autorinnen das Beschäftigungsverhältnis? Dem Band von Coyle-Shapiro et al. kommt das Verdienst zu, unterschiedliche Sichtweisen zu thematisieren. Sie zeigen auf, dass ein sozialpsychologischer Zugang andere Aspekte hervorhebt und anders erklärt als z. B. ein ökonomischer. Bei Muffels dominiert dagegen klar und fast durchgängig eine ökonomische Perspektive, die das Beschäftigungsverhältnis und die Austauschbeziehung tendenziell als Marktbeziehung konzeptionalisiert. Allerdings bleibt der Arbeitgeber sozusagen in der Black Box, seine Strategien werden kaum systematisch behandelt, was damit zu tun haben mag, dass keine Betriebsdaten verwendet wurden. Bei Cappelli findet man wenige Anhaltspunkte zu solchen grundsätzlich-konzeptionellen Fragen, da die Beiträge vorrangig empirisch ausgerichtet sind. Am ehesten ist es eine Art Konzept Interner Arbeitsmärkte, das hier zur Anwendung kommt.
(2) Welche Wirkungen von unterschiedlichen Formen von Beschäftigungsverhältnissen stehen bei den jeweiligen Büchern im Vordergrund? In dem Band von Coyle-Shapiro et al. werden vor allem subjektiv wahrgenommene Effekte des Austausches zwischen Lohn und Leistung untersucht, während bei Muffels die harten Dimensionen des Arbeitslebens im Vordergrund stehen: Arbeit zu finden, zu behalten, einen guten Lohn zu erzielen. Bei Cappelli sind es, wenn man von Detailbefunden abstrahiert, Veränderungen in den Personalstrategien und dadurch ausgelöste Personalbewegungen in Organisationen. Die gesellschaftlichen Folgen der Organisation von Beschäftigungsverhältnissen werden am ehesten bei Muffels behandelt. Der potenzielle Widerspruch zwischen für den Arbeitgeber flexiblen Regelungen hinsichtlich des Abschlusses und der Auslösung von Beschäftigungsbeziehungen und der sozialen Sicherheit für die Beschäftigten, aber auch für Arbeitslose, steht im Vordergrund. Die Frage, welches Verhältnis aus Flexibilisierung und Sicherheit denn nun optimal ist, lässt sich zwar schwer beantworten, sie ist aber richtig gestellt und bezieht eben auch gesellschaftliche Wirkungen, wenn auch beschränkt auf die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes, mit ein.
(3) Warum finden wir ganz unterschiedliche Formen von Beschäftigungsverhältnissen vor, warum gibt es gegebenenfalls Veränderungen? Während auf die beiden anderen, oben behandelten Fragen durchaus interessante und teilweise überzeugende Antworten zu finden sind, gilt dies nicht für die dritte Frage. In keinem der drei Bücher wird sie ausführlicher behandelt, Befunde finden sich kaum. Allenfalls Cappellis Einleitungsaufsatz gibt einige interessante Hinweise auf die veränderten ökonomischen Bedingungen von Personalstrategien. Letztlich konstatieren alle drei Bücher einen Wandel der Beschäftigungsverhältnisse, ohne aber näher zu klären, was die Ursachen dieses Wandels sind. Ist es wirklich die oft bemühte Formel der Globalisierung, des zunehmenden Wettbewerbs; ist es der Aufstieg der Ideologie des Neoliberalismus? Wie verhält sich das erste zum letzten? Gibt es innerhalb der ökonomischen und ideologisch-politischen Rahmenbedingungen Handlungsspielraum auf Landes- und Betriebsebene? Die Liste solcher Fragen ließe sich verlängern.
Die Bücher sind lesenswert, sie liefern – die einen mehr, das andere weniger – interessante und wichtige Befunde, sie zeigen auch, dass die Kategorie „Beschäftigungsverhältnis“ im Sinne von „Employment Relationship“ theoretisch und empirisch fruchtbar ist.“

Aufsichtsrat des Monats 8/2010

AR des Monats

Quelle und mehr hier: www.dgb.de/-/Hsm

4th International Research Workshop „Methods for Ph.D.“ in October 2010

4th International Research Workshop „Methods for Ph.D.“

October 3-8, 2010, Akademie Sankelmark, Flensburg (Germany) University of Southern Denmark, Sonderborg (Denmark)

For the fourth time Ph.D. students in the field of Social Sciences and
Economics have the opportunity to broaden their knowledge and experience in research on empirical data, including SOEP. The workshop language will be English. Interested parties from all countries are invited. The workshop is especially for those who need training in the process of choosing a topic, grounding the research idea in theory, as well as in gathering and analyzing data and presenting results in scientific contexts.

The workshop tackles these steps of Ph.D. research projects: – gathering data through (un)structured interviews and analyzing standardized survey data (e.g., SOEP), – using the computer for content analysis and as a statistical tool, – writing a report and making presentations.

These steps will strengthen the cooperation in empirical research to boost and streamline ones project. For more information about the programme, see:
http://hermes.hsu-hh.de/doctoralstudy/?page_id=26

It is possible to obtain credits for the workshop under the European Credit Transfer System.

The workshop fee is 380 Euro. This includes all lectures, meals, and
accommodations during the workshop (October 3-8, 2010). For more information about the registration procedure, see:
http://hermes.hsu-hh.de/doctoralstudy/?page_id=28

Organizers of the Workshop are:

  • Helmut-Schmidt University, University of the Federal Armed Forces Hamburg,
  • University of Flensburg,
  • the German Socio-Economic Panel Study (SOEP) at the DIW Berlin,
  • University of Southern Denmark Campus Soenderborg,
  • Leuphana University Lueneburg,
  • University of Hamburg, Faculty of Economics and Social Sciences and Faculty of Education, Psychology and Human Movement.

For more information, see: http://www.phd-network.eu/

Sammelrezension

In der Zeitschrift für Personalforschung habe ich eine Sammelbesprechung zu den Büchern von Berndt Keller und Walther Mülelr-Jentsch verfasst.

  • Keller, Berndt: Einführung in die Arbeitspolitik. Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive. 7., völlig überarbeitete Auflage, erschienen im Oldenbourg Verlag, München 2008, 471 S., € 39.80
  • Müller-Jentsch, Walther: Arbeit und Bürgerstatus. Studien zur sozialen und industriellen Demokratie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, 314 S., € 34.90

Hier meine abschließende Empfehlung:

„Wer sollte die beiden Bücher lesen? Für Studierende und Lehrende der Politik-, Sozial- und Verwaltungswissenschaften dürfte das Themengebiet „Regulierung von Arbeit“ zum Pflichtkanon gehören, damit sollten beide Bücher zur Pflichtlektüre zählen. Außerordentlich wichtig sind die Werke auch für Studierende und Lehrende der Wirtschaftswissenschaften, sowohl der Volkswirtschafts- als auch der Betriebswirtschaftslehre. Das Lehrbuch von Keller macht deutlich, dass Entscheidungen über die Regulierung von Arbeit von Akteuren durchaus intendiert rational getroffen werden, dass sich aber deren Interessen unterscheiden, Interaktionen durch Konflikte charakterisiert sind und Handlungsergebnisse oftmals labile Kompromisse vor dem Hintergrund ungleicher Machtverteilungen darstellen. Darüber hinaus wird klar, dass die für die traditionelle Industrial Relations-Perspektive so wichtigen Institutionen und Organisationen langfristig-kollektiv das Resultat von Interaktionen der Akteure sind, sie aber zugleich individuell-kurzfristig Entscheidungen kanalisieren, das heißt begrenzen oder auch ermöglichen. Die Aufsatzsammlung von Müller-Jentsch vertieft diese Ansatzpunkte im doppelten Sinne beispielhaft an zentralen Themenfeldern der Arbeitsbeziehungen“ (Nienhüser 2010: 94).

Quelle: Nienhüser, W. 2010: Arbeitsbeziehungen in akteurszentrierter, institutionalistischer Perspektive. Sammelbesprechung von Keller, Berndt: Einführung in die Arbeitspolitik, und Müller-Jentsch, Walther: Arbeit und Bürgerstatus. In: Zeitschrift für Personalforschung, 24: 88-94 (download; mit freundlicher Genehmigung des Rainer Hampp Verlags).

Digital Detox Week – kein Weblog, kein TV, kein Ipod, kein Telefon, kein Internet…

09 Unplugged page 001Die „Adbusters“ empfehlen, sich eine Woche lang auszuklinken. Keine schlechte Idee. (http://www.adbusters.org/campaigns/digitaldetox)

„Adbusters challenges you to do the unthinkable: unplug. Say good-bye to Twitter and Facebook. Turn off your TV, iPhone and Xbox. For seven days, reconnect with the natural world and the people around you. You’ll be amazed at how the magic creeps back into your life. Don’t be afraid and don’t find excuses, just take the plunge and see what happens.“

Call for Paper – Herbstworkshop der Kommission Personalwesen 2009

Herbstworkshop der Kommission Personalwesen 2009
(24. und 25. September an der HSU Hamburg)

Die Vereinbarkeit ökonomischer und sozialer Zielsetzungen ist eine Leitidee der betriebswirtschaftlichen Teildisziplin Personalwirtschaftslehre. Organisatorisch betrachtet impliziert die Vereinbarkeit dieser Zielsetzungen die Beteiligung der Mitarbeiter. Deren Beteiligung kann unterschiedliche Form annehmen:

„Partizipation, Mitbestimmung, Teilhabe“

lautet das Schwerpunktthema des diesjährigen Herbstworkshops. Es gilt – nach mehr als einem halben Jahrhundert betrieblicher Mitbestimmung, drei Jahrzehnte nach Förderung der „Humanisierung des Arbeitslebens“ und der andauernden Debatte um gesellschaftliche Teilhabe unabhängig von der Erwerbstätigkeit – Bilanz zu ziehen und unsere Forschung in diesem Feld – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der globalen Krise des Finanzsystems – neu zu verorten. Das Spektrum spiegelt sich in der thematischen Offenheit für Beiträge zur Debatte. Beispielsweise:
– Bombenwurf oder Partizipation – Personal- und Organisationsentwicklung
– Konflikt oder Partnerschaft – Mitbestimmung und Management
– Anreiz oder Übernahme – Kapital- und Gewinnbeteiligungen
– Recht oder Pflicht – Arbeitsrecht und gesellschaftliche Verantwortung
– Werk oder Produkt – Anerkennung und Respekt
– Teilhabe ohne Arbeit? – Arbeiten und Essen

Des Weiteren besteht – wie üblich – auch die Möglichkeit der Einreichung von Beiträgen über „freie Themen“ und von Kurzberichten über aktuelle Forschungsvorhaben.

Die Beiträge sind in Form eines anonymisierten Full Papers (max. 25 Seiten) bzw. die Kurzberichte in Form eines Arbeitstitels und einer kurzen Zusammenfassung bis zum 31.07.09 in elektronischer Form (PDF-Datei) bei Simon Fietze (fietze@hsu-hh.de) einzureichen. Die Entscheidung über die Annahme der Beiträge wird bis zum 31.08.09 getroffen. Akzeptierte Beiträge werden rechtzeitig vor der Tagung allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in elektronischer Form zugänglich sein.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Institutshomepage unter http://ipa.hsu-hh.de/herbstworkshop/.

Die Tagung wird an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg stattfinden. Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung (matiaske@hsu-hh.de, Tel.: 040-6541-3800). Sie können sich aber selbstverständlich auch an meinen Mitarbeiter Herrn Simon Fietze (fietze@hsu-hh.de) wenden.

Mit besten Grüßen aus dem Norden
Wenzel Matiaske

 


Management Revue: http://www.management-revue.org

Kommission Personal im VHB: http://ipa.hsu-hh.de/kommissionpersonal

Helmut-Schmidt-Universität
University of the Federal Armed Forces Hamburg
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Institute for Human Resource and International Management
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