Sklavenarbeit für die Fußballweltmeisterschaft

Investigative Journalisten des Guardian haben die Bedingungen ausländischer Arbeiter in Katar aufgedeckt. Der Bericht und ein Video zeigen eindrücklich die erbärmlichen Bedingungen der Arbeiter, die zu großen Teilen aus Nepal kommen.

„Qatar, one of the richest countries on the planet, will be hosting the World Cup in 2022. But much of the Gulf state’s expansion is being built by some of the poorest migrant workers in the world. In the worst cases, employees are not being paid and work in conditions of forced labour. Each month dozens of young Nepalese migrant workers are returning home in coffins.“ (http://www.theguardian.com/world/2013/sep/25/revealed-qatars-world-cup-slaves)

Die WM wird 2022 im reichsten Land der Welt ausgetragen – in Katar. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt durchschnittlich knapp 90 Tsd. US-Dollar (im Vergleich: Deutschland rund 42 Tsd.; USA ca. 50 Tsd.; http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.PCAP.CD). Wie oft sind Durchschnitte trügerisch: Katar gehört auch zu den Ländern mit der höchsten Einkommensungleichheit: das obere Fünftel der Einkommensbezieher hat 15 mal soviel wie das untere Fünftel (http://www.economist.com/node/18587127). Der Reichtum wird nicht zuletzt durch ausländische Arbeiter produziert:

„Qatar has the highest ratio of migrant workers to domestic population in the world: more than 90% of the workforce are immigrants and the country is expected to recruit up to 1.5 million more labourers to build the stadiums, roads, ports and hotels needed for the tournament. Nepalese account for about 40% of migrant labourers in Qatar. More than 100,000 Nepalese left for the emirate last year.“ (http://www.theguardian.com/world/2013/sep/25/revealed-qatars-world-cup-slaves)

Human Rights Watch hat bereits 2012 einen Report (download hier) über die Situation in Katar veröffentlicht, der auch Vorschläge zur Verbesserung enthält.

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