Finanzkrise und Tulpenwahn

Der Beitrag von Stephan Schulmeister in der TAZ vom 18./19.10, S. 12, stellt in knapper Form die Mechanismen der Finanzkrise dar. Hier seine Einleitung:

“Am Ende der Sackgasse
Die Vorstellung, Geld könne arbeiten, ist absurd. Aber sie hat Amateure dazu gebracht, ihr Geld den Finanzmärkten zur Verfügung zu stellen. Auch diese Blase ist nun geplatzt. Die “Rettungsmaßnahmen” für das Finanzsystem versuchen, einen Implosionsprozess mit allen (finanziellen) Mitteln aufzuhalten. Sie sollen Liquidität und Vertrauen schaffen, auf dass der Kreislauf des Kreditgelds wieder in Schwung komme. Die Maßnahmen sind notwendig, aber sie kurieren gleichzeitig nur die Symptome.” (hier mehr ).

Aus der Geschichte lernen? – Die Mechanismen und Bedingungen, die zu der aktuellen Krise geführt, kann man gut am Beispiel des “Tulpenwahns” erkennen, der im frühen 17. Jahrhundert in den Niederlanden grassierte. Letztlich konnte auch hier nur das Eingreifen des Staates die größten Probleme lösen (siehe Dash, M. 1999: Tulpenwahn – die verrückteste Spekulation der Geschichte. München).

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